Wärme statt WLAN oder auch Es läuft gerade nicht so rund

Es ist 07.30h und wir liegen in Essaouira vor Anker. Das glaube ich zumindest, sehen kann ich nichts davon. Es ist so neblig, dass wir nicht einmal sehen können, wo unsere Ankerkette ins Wasser geht. Von anderen Booten, die hier liegen müssen oder gar dem Hafen, dem Ufer, der Stadt ist absolut nichts zu sehen. Es ist dabei so nass, dass nicht das Deck von den üblichen Tautropfen bedeckt ist, die alles feucht machen sondern eine dicke Pfütze im Cockpit steht. Die Hose, die ich zum trocknen aufgehängt hatte und hängen ließ, damit sie in der Morgensonne komplett trocknet, klebt wie der berühmte nasse Sack an der Leine. Dazu schaukelt es. Die Welle kommt von der Seite und da unser Trimaran eine leichte V-Form hat, schaukelt es jeweils so weit, bis es vom gegenüberliegenden Rumpf abrupt gestoppt wird, dann geht es zurück. Als keine weiche schaukelnde Bewegung sondern leicht hackiges hin und her. Dazu plätschert es nett, was allerdings vom heulenden Wind untermalt wird. Wir haben ca. 20kn Wind (Windstärke 5), der allerdings nicht in der Lage ist, den Nebel wegzublasen. So sitze ich also drinnen, und heize ein wenig mit dem Gasherd, der mir leckeren Kaffee bereitet hat. Katja schläft noch, nachdem sie in der Nacht nicht viel und nicht gut schlief. Und zur Erklärung des Titels: Da wir nicht ständig online sein wollten, ist die kleine Elon Musk Schüssel draußen installiert und mit einem mobilen Kabel verbunden. Das muss man innen in die Steckdose stecken und dafür muss man Tür oder Fenster öffnen. Und das mache ich nicht. Ich werde ja wohl nicht meine mühsam geschaffene Wärme gegen etwas WLAN tausche, was dann mit feuchter kalter Luft in den Salon strömt.

Ja, ihr lest es die Stimmung richtig, es läuft gerade nicht so rund. Nachdem wir in Tanger 3 Tage verbracht hatten und darauf gehofft hatten, noch Mitseglerinnen zu akquirieren sind wir zu zweit in Richtung Rabat / Agadir gestartet. Rabat hatte uns mehrfach abgesagt, da die Marina voll sei aber immerhin hatten sie geantwortet und vielleicht fährt ja überraschend jemand los. Der Wind sollte günstig sein und es ging auch relativ gut los. Wir hatten mit dem Zoll verabredet, dass wir um 06.00h fahren und dafür auschecken. Wir hatten dann entschieden nicht ganz so früh zu fahren, um besser ausgeschlafen zu sein. Wir kamen um 07.30h am Zoll-Steg an, um 09.30h kamen dann auch die Kollegen vom Zoll. Um 10h konnten wir endlich ablegen, genau zu dem Zeitpunkt, zu dem ich noch eine Videokonferenz mit meinem deutschen Kunden hatte. Ich kam zu spät zur Konferenz, an der ich dann teilnahm, während uns Katja aus dem Hafen und der Bucht steuerte. Der Wind kam zwar leicht von vorn aber die Strömung war mit uns. Ein angenehmes Gefühl, die 8nm, die wir noch aus der Straße von Gibraltar zu durchqueren hatten einmal mit Unterstützung der Strömung zu fahren. Nach zwei Stunden bogen wir nach links ab, um entlang der marokkanischen Küste nach Süden zu segeln. Inzwischen hatten wir Segel gesetzt und bei leichtem bis mäßigen Wind kamen wir gut voran. Wir hatten beschlossen, in weitem Abstand zur Küste zu fahren, um schlecht beleuchteten Fischerbooten und ggf. sogar Fischernetzen aus dem Weg zu gehen. Wir machten phasenweise 8-9kn Fahrt und dachten schon daran, in einem Rutsch nach Agadir durchzufahren. Die erste Herausforderung war die erste Nacht: Durch unseren großen Abstand zum Land fuhren wir inmitten der stark befahrenen Schiffahrtsroute für Schiffe, die entweder nach Afrika oder zu den Kanaren wollten oder auch für die, die nach Asien wollen und den Suezkanal sparen und um Afrika fahren. Damit umgehen sie auch das Kap von Afrika, was vor Somalia ein ziemliches Piratenrisiko mit sich bringt. So fuhren wir also mit diesen Pötten von z.T. 300m Länge entlang der Küste. Wir wechselten uns im ca. 2h Rhythmus ab, wobei wir beide bemüht sind, den anderen etwas länger schlafen zu lassen, wenn wir selber noch können. Um zwei Uhr nachts konnte ich dann nicht mehr. Der Hauch einer Erkältung, den ich in Tanger überwunden glaubte, meldete sich durch Schlafmangel, Kälte und Wind befördert zurück. Fieber und Schüttelfrost ließen mich vorzeitig zaghaft an Katjas Koje klopfen, ich konnte einfach nicht mehr. Das war ein ziemlich frustrierendes Gefühl. War doch ich der erfahrene Segler und für die Sicherheit und die Überfahrten zuständig. In meiner Vorstellung, wollte ich Katja eher schlafen lassen und als eiserner Seemann im Zweifelsfall auch allein die Nacht durchsegeln. Nun war ich ein zitterndes Seemännchen und brauchte Katjas Hilfe! Und die kam. Katja übernahm und verbrachte mit großem Durchhaltevermögen Stunden am Steuer. Waren Manöver fällig, nahm ich meine Restkräfte zusammen und wir meisterten Reffen, Wenden oder Halsen gemeinsam. Oder wenn einer von denen, die Katja am meisten beunruhigten zu Nahe kamen: Gemeinsam wichen wir in ziemlich geringer Distanz einem fahrenden Containerberg von 320m Länge aus, bei dem noch nicht einmal mehr zu ahnen ist, wo die Brücke sein könnte. Bestimmt steht auch ein Container direkt quer vor deren Fenster, d.h. sehen können die uns nicht. Während ich in meiner Koje versuchte zu schlafen und wieder zu Kräften zu kommen, konnte ich vom Fieber bestärkt eine Entscheidung treffen: Abbruch! Wir werden diese Nacht gut überstehen aber weiterfahren können wir so nicht. Ich hatte einen Plan B für dieses Szenario und der hieß: Mohammedia. Zwischen Rabat und Casablanca liegt diese Stadt mit Fischer- und Industriehafen und einem „Yachtclub“ aber dazu später mehr. Die Entscheidung hieß allerdings auch, dass wir zum Moment unseres größten Abstandes zur Küste mal eben rechts ranfahren wollten. Das hieß 50nm quer zur Schifffahrtsrichtung aber immerhin mit der Welle in Richtung Land, also ca. 8h Fahrt bis zum sicheren Hafen. Die Entscheidung war natürlich ambivalent. Wir machten gute Fahrt, waren auf einem optimalen Kurs weit weg von Fischernetzen und sollten nun einen großen Umweg machen. Am Ende war es doch eindeutig, Safety first und so angeschlagen bei unserer kleinen Crew fortzufahren wäre einfach zu riskant gewesen. Und dafür hatten wir ja den Plan B!

Mohammedia empfing uns freundlich über Funk, sie hatten Platz für uns. Wir fuhren einen riesigen Bogen um lauter Gefahrentonnen vorbei an einem Industriehafen, dem Fischgestank entgegen. Mit meiner meist verstopften Nase leide ich begrenzt unter starken Gerüchen aber Katja ist mit einem äußerst feinen Riechorgan ausgestattet. Sie wird bestimmt selbst von den Gerüchen Mohammedias schreiben also will ich nicht zuviel vorwegnehmen. Wir wurden in die hinterste Ecke des Yachthafens geleitet, wo ich einmal mehr die Chance hatte, Hafenmanöver mit einem Trimaran zu üben. Nicht ganz einfach, da sehr eng aber immerhin ohne Wind. Wir wurden sehr nett empfangen und auch Polizei und Zoll waren sehr nett und relativ schnell am Start. Und auf dem Boot: In Marokko geht nichts ohne eine Inspektion des Bootes und so stapften 2 Männer und eine Frau durch unser von der Nachtfahrt gebeuteltes Boot. Die Untersuchung erfolgt scheinbar ziemlich wahllos: Mal wird in die Schublade geschaut, mal in meinen Rucksack, dann wird energisch eine Kiste aus dem Regal gezogen und die darin liegenden Flaschen angehoben. Ich hätte gern gewusst, wonach sie eigentlich suchen aber ich traute mich nicht zu fragen. Immerhin kamen sie ohne Hund an Bord, was auch häufig passiert. Im Yachtclub von Mohammedia waren wir übrigens so ziemlich die einzige Yacht. Unsere Nachbarn waren alles kleine Fischerboote, direkt neben uns lag Omar, der Angeltouren mit Gästen anbot und das ganze in Omars Pesce Vlog auf Youtube verbreitete. Omar war sehr nett wie überhaupt alle in Mohammedia. So hatte unser ungeplanter Stopp auch etwas Gutes. Wir blieben 3 Nächte, was die teuersten Nächte unserer bisherigen Reise waren. Irgendwie hatte der Yachtclub beschlossen, wenn sie schon Segeltouristen einen Anlaufpunkt bieten, dafür ordentlich zur Kasse zu bitten. Obwohl wir so breit sind, wie zwei normale Segelboote, zahlten wir nur das 1,5-fache des normalen Satzes, also 75€ pro Nacht. Dafür gab es Wasser, Strom und eine Dusche, also alles was man braucht. Und die Unterstützung von Hisham, der uns half, Lücken in unserer Ausrüstung, wie Bleigewichte zum Tauchen zu schließen. Und auch Lücken, von denen ich gar nichts wusste: So habe ich jetzt eine Vielzahl von Ködern, Vorfächern und Haken, um doch noch zum großen Angler zu werden.

Wir versuchten Omar zu rekrutieren, mit uns nach Essaouira oder Agadir zu segeln, uns dabei das Fischen beizubringen und einen Youtubebeitrag von der Biosphera zu drehen. Er fand die Idee toll, kann aber nicht segeln und hat neben seinen zahlenden Chartergästen auch noch Frau und zwei Kinder. Kinder haben wir auch und die versuchten wir dazu zu bewegen, nach Casablanca zu fliegen und mit uns weiter zu segeln. Nach der letzten Nacht fanden wir mehr Crew durchaus sinnvoll. Das hätte auch fast geklappt, ein Flug war schon gebucht, wurde dann aber wieder storniert. War dann alles etwas kurzfristig und doch nicht so einfach. Es bescherte uns aber einen intensiven Tag mit Familienthemen, die natürlich neben unseren praktischen Herausforderungen auch immer mit an Bord sind.

Am Sonntag sollte es dann weitergehen. Inzwischen konnten wir Mohammedia wirklich nicht mehr riechen und der Wind sollte noch gut sein. Ich war wieder fit und die Vorstellung, noch länger zu warten und dann schwachen Wind mit großen Wellen von der Seite zu haben, rief mir sofort den Sound von schlagenden Segeln in Gedächtnis. Es gibt nichts unangenehmeres, als langsames Fahren und Segel, die durch die Welle hin und her schlagen. Also Aufbruch aus Mohammedir, wieder in bewährter Kleincrew. Ziel Essaouira und höchstens heimlich im Hinterkopf Agadir, was noch einmal 85nm weiter ist (nm steht für nautische Meilen und eine davon entspricht 1,85km). Diesmal machen wir alles entspannt und rechnen gar nicht mehr damit, dass Polizei und Zoll wie verabredet um 09.00h kommen. Um 10h zahlen wir unsere Rechnung und bereiten unseren Code D vor, um 10.30h kommt die Polizei an Bord und um 11h sind wir wieder auf dem Weg. Mohammedir hatte schöne Momente aber wir freuen uns, weiterzureisen. Nach 2h unter Motor, um aus dem Windloch vor der Küste zu kommen, setzen wir den Code D, unser orangenes Leichtwindsegel. Der steht super und mit halben Wind machen wir schnell 9-10kn Fahrt. Wow, das macht Spaß! Da Boot rauscht durch die See, einer der drei Rümpfe schwebt über dem Wasser und wir kommen super voran. Das geht eine Weile so, wir essen, machen Musik an und freuen uns über das Boot, den Wind und unsere tolle Fahrt. Bis es ziemlich laut „Pung“ macht und der Code D ziemlich schnell zu Boden oder besser gesagt ins Wasser rauscht. Das Fall hatte sich am Mastbeschlag durchgescheuert und war gerissen (mit einem Fall zieht man das Segel hoch). Ich kenne das von früheren Törns aber nach nur 3-4h Fahrt ist das echt früh. Katja und ich hatten bis zu diesem Zeitpunkt gut auf uns selbst geachtet und mit unseren Kräften gehaushaltet – ein Learning aus der letzten Nachtfahrt. Nun waren wir beide in Action und zogen die 110m² Segeltuch bei Restfahrt von 3-4kn aus dem Wasser. Eigentlich haben wir das ganz hinbekommen, das Segel war nach ca. 45 Minuten wieder in seinem Sack und nach ner guten Stunde segelten wir wieder mit Standardbesegelung, d.h. mit Genua und Großsegel. Das allerdings noch im 1. Reff, da wir uns dadurch erhofften, dass der Code D bei achterlichen Winden (Wind von hinten) besser steht und nicht so stark vom Großsegel verschattet wird. Das hatte sich erledigt, denn nun fuhren wir den Teil der Überfahrt, von dem wir den Wind von hinten hatten, ohne Code D. Und genau dafür war er gedacht gewesen. Jetzt mussten wir also versuchen, mit Großsegel und Genua so tief wie irgendwie möglich zu fahren. Es mag Nichtsegler verwundern, aber es ist so: Man kann bekanntermaßen nicht direkt gegen den Wind segeln aber direkt vor dem Wind ist auch blöd. Es gibt zwar Kurse wie „Schmetterling“, bei dem das Großsegel auf der einen Seite und das Vorsegel auf der anderen stehen, aber das ist ein sehr unbeliebter Kurs, zumindest, wenn man sich dafür nicht gut vorbereitet hat. Also versuchten wir so tief zu fahren, wie es ging, ohne dass die Segel schlagen und einfallen. Das sind ca. 150° zum wahren Wind oder 135° zum scheinbaren, je nach Geschwindigkeit. Die ist dann insgesamt auch nicht mehr so hoch, das Boot fährt mit halben Wind (Wind von der Seite) viel schneller als mit Wind von hinten. Agadir ist also vom Tisch oder besser gesagt mit dem Code D ins Wasser gefallen, wir nehmen Kurs auf Essaouira. Ich versuche auch parallel über andere Segler Kontakt zu den Marinas aufzunehmen um herauszubekommen, wo wir überhaupt hinkönnen. Die Marinas selbst antworten normalerweise nicht. Wir beschließen einen neuen Wachrythmus für die Nacht: Um einen 90-Minuten Schlafzyklus zu ermöglichen und jeweils 15 Minuten zum An- bzw. Ausziehen, wollten wir uns gegenseitig nach 2h wecken.

Am nächsten Morgen wurde deutlich, dass wir auf Grund der Einschränkungen des Kurses eine deutlich längere Strecke fahren und dabei nicht so schnell sind wie erhofft. Der Wind blieb leicht und wir hatten in der Nacht teilweise nur 4kn Fahrt gemacht. Auch wenn es ab mittags besser werden sollte, war Essaouira noch weit. Immerhin war die Welle mit uns und wenn wir eine Welle absurften, waren wir auch mal wieder 9kn schnell. Allerdings geht es dann auch wieder hoch aus dem Wellental und da fällt dann die Geschwindigkeit auf 5kn. Erst am späten Nachmittag haben wir uns getraut, Schmetterling zu fahren, wodurch wir bei 20-25kn wahren Wind wieder bei 8-10kn Fahrt waren. Jeder Segler kann sich vorstellen, dass Vorwindsegeln bei 2-2,5m Welle und 5-6 Windstärken trotz „Bullenstander“ eine echte Herausforderung ist. (Ein Bullenstander ist eine Sicherungsleine, die den Großbaum zusätzlich fixiert, um zu vermeiden, dass der Baum von einer Seite auf die andere schlägt, wenn man sich versteuert oder der Wind dreht). Der Autopilot und ich haben abwechselnd hochkonzentriert gesteuert, wobei ich nicht weiß, wer das besser hinbekommen hat. Zumindest hat der Autopilot nicht laut „Scheiße“ geschrieben, wenn sich die Genua mal wieder eingefaltet und mit lautem Knallen wieder aufgebläht hat. So näherten wir uns jetzt endlich mit großer Geschwindigkeit Essaouira, einem bekannten Starkwindrevier. Es war diesig und bewölkt und damit war absehbar, dass wir nicht mit langer Dämmerung nach Sonnenuntergang rechnen durften. Die Sicht war schon jetzt nicht mehr so dolle und wir hatten die Wahl: Segel bergen bei 6 Windstärken und 2,5m Welle auf offener See, dafür mit Sonnenlicht oder unter Segel in die Bucht von Essaouira fahren und dann bei ruhigem Wasser die Segel bergen, dass dann wohl im Dunkeln. Wir entschieden uns für das Bergen auf See, was sich als eine gute Wahl herausstellte. Als wir uns der Einfahrt in die Bucht von E. näherten, frischte der Wind auf 30kn auf und es war nicht nur dunkel sondern auch total nebelig. Helle Lichter an Land waren als diesige kleine Punkte zu erkennen, sonst nichts. Wir fuhren praktisch blind und auf den GPS-Plotter vertrauend in die Bucht. Wir hatten Kontakt zur „Slow Motion“ aufgenommen, einem deutschen Schiff, was wir kurz in Tanger kennengelernt hatten und das in der Bucht lag. Sie wollten uns mit Blitzlicht und Decksbeleuchtung leiten. Wir sahen absolut nichts. Die Welle nahm in der Bucht ab, aber der Wind blieb bei 20-25kn, als 5-6 Bft (Windstärken). Zum Glück ist die Bucht riesig und wir fuhren mit Hilfe von GPS einen großen Bogen, bist wir irgendwann kleine Punkte sahen. Das waren die Ankerlichter von Slow Motion und anderen Booten, die allerdings schon ziemlich nah waren, als wir sie sahen. Wir verzichteten darauf, den von Slow Motion angegebenen optimalen Ankerplatz durch die anderen Boote anzufahren, sondern warfen unseren Anker hinter den anderen und gaben 55m Kette. Platz war ja genug und wieder einmal liebte ich unseren Anker (Sarca Excel 30kg), den wir blind werfen können und ich weiß einfach, er hält. Beim ersten Mal, bombenfest!

Dann war erstmal Ruhe. Wir schaukelten leicht, setzten einen Ankeralarm und machten uns über die Spagetti her, die vom Mittagessen übrig waren. Ich war so erleichtert, dass ich noch die Gitarre rausholte und wir gemeinsam sangen, was Katja animierte, die Gemütlichkeit noch mit Ansetzen von Brotteig abzurunden.

Inzwischen ist Katja auch wach und verwandelt den Teig in frische Brötchen. Der Ofen und der kaffekochende Gasherd machen den klammen Salon immer gemütlicher und Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch den Nebel. Erste Umrisse unserer Nachbarn werden erkennbar, es wird bestimmt ein neuer, toller Tag im Paradies des Biosphera!

3 Kommentare zu „Wärme statt WLAN oder auch Es läuft gerade nicht so rund“

  1. Lieber Martin
    Wir lagen gerade warm gemütlich im Bett in unserem Urlaubsappartement in Naxos- draußen heult der Sturm- aber wir sind safe, während ich laut und fast atemlos deinen fessenden Bericht vorgelesen habe, damit auch Tojo teil nehmen konnte.

    Wir beide sind Nichtsegler, ich höchstens Mitseglerin, aber es übersteigt unserer beider Vorstellung, das zu tun, was ihr da schafft. 🙏
    Chapeau !!!!

    Am Ende deines Berichtes sind mir die Tränen gekommen….♥️
    Du hast das sooo schön geschrieben.

    ( Sehr angenehm fand ich auch, dass du den Nicht- Seglern auch Fachbegriffe erklärt hast )

    Gott behüte euch ❣️

    Alles Liebe und bleibt gesund, Martina und Tojo 💞

  2. Mannomann eure Fahrt ist unglaublich aufregend. Einfach genial wie resilient ihr seid und es irgendwie immer schafft! Dank kluger Entscheidungen auch. Find ich sehr beruhigend dass ihr Risiko minimiert und Sicherheit über alles geht. Will euch ja gerne Wiedersehen! ❤️ ich drücke euch aus dem fernen Berlin 🙏

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